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Die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm stellt mit Fantasie und Kreativität das Bildungssystem auf den Kopf

Eine bessere Schule ist möglich! Während bundesweit Schulen mit Brandbriefen um Hilfe rufen, zeigen die Lehrer einer Hammer Grundschule, dass es anders geht und werden zum Vorbild.

„Schule muß sich verändern!“ sagt der Schulleiter der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Hamm, Frank Wagner, „denn die Welt, für die unser Bildungssystem geschaffen wurde, existiert nicht mehr“. Das Maschinenzeitalter sei vorbei, so Wagner, wo alles seine feste Funktion hatte und die Entwicklungen linear und gleichmäßig verliefen. In dieser Ordnung seine Pflicht zu erfüllen, reiche nicht mehr aus. Immer mehr komme es in der Zukunft darauf an, mit seinem Wissen selbst etwas anfangen zu können und gemeinsam etwas zu gestalten mit Fantasie und Kreativität.

Vom Kollapszustand ist die Grimmschule in zwölf Jahren wie ein Phöenix aus der Asche zum Vorbild geworden. Seitdem die Schule im Juni den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis gewonnen hat, häufen sich die Anfragen. Lehrer und Bildungspolitiker pilgern inzwischen nach Bockum-Hövel, um zu hospitieren, denn: „Hier geschehen Wunder“, so lautet die Überschrift in der ZEIT vom 6. Juni.

Gedanken, Konzepte und Appelle, wie sie der Philosoph Richard David Precht und der Hirnforscher Gerald Hüther propagieren, reichen allein nicht aus, um die Bildung zu revolutionieren. Damit sich auch andere Schulen auf den Weg machen, brauche es vorzeigbare Beispiele, wie diese Veränderung gelingen könne. Der Schulleiter möchte gerne seine Kollegen bundesweit ermutigen, einen neuen Weg zu gehen nach dem Motto: „Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus!“. Und Zitronen gibt es immer mehr in einem Schulsystem, dass die Schüler reizbar und renitent macht und die Lehrer hilflos. Davon zeugen bundesweit zahlreiche Brandbriefe an die Schulbehörden. Auch an der Grimm-Schule wurde die fällige Veränderung aus der Not geboren. Vor 12 Jahren war das Kollegium schlicht verzweifelt. Damals gingen die Schüler über Tische und Bänke, warfen mit Stühlen und schossen mit Plastikkugeln auch auf Lehrer. Der Unterricht funktionierte auch bei den erfahrenen Lehrern nicht mehr; die Kinder lernten nichts. Wagner wandte sich an den Schulrat, doch der konnte nicht helfen, weder mit Rezepten, Personal oder Geld. Das war der Moment, wo Wagner mit seinem Team die Schule neu erfinden musste.

Wagner wusste, dass es nichts bringt, auf die Schüler, ihre Eltern oder die ganze Gesellschaft zu schimpfen. Ihm gelang es, das Fehlverhalten eines jeden Schülers in seinem Kontext zu verstehen als „Verzweiflungstat“ und sich immer wieder zu fragen: „Was brauchen die Schüler, um wieder neugierig zu werden und lernen zu können?“

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Foto: © archideaphoto, AdobeStock

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MACHERMAGAZIN Nr. 6 – Herbst 2019

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