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Auslandserfahrung vor dem Berufseinstieg – Notwendig oder überflüssig?

USA, Frankreich, England – die Möglichkeiten für einen mehrmonatigen Aufenthalt im Ausland sind vielfältig. Auslandserfahrung gilt als förderlich für ein späteres erfolgreiches Berufsleben. Wir sind dieser Aussage näher nachgegangen und haben untersucht, ob Auslandssemester oder Praktika vor dem Berufseinstieg vorteilhaft sind.

Auslandssemester und Austauschprogramme sind bei jungen Menschen beliebt

Unbestritten ist die Tatsache, dass sich viele junge Menschen freuen, im Ausland neue Erfahrungen zu sammeln. Der deutsche Fachverband High School e.V. hat eine Umfrage unter 73 Schülern und Schülerinnen durchgeführt, die über TravelWorks an einem Austauschprogramm teilgenommen hatten (2016/2017). 79 Prozent der Befragten verblieben für ein komplettes Schuljahr im Ausland. 80 Prozent gaben an, den Erfolg im Bereich der Sprachverbesserung als “sehr gut” zu beurteilen. 20 Prozent bewerteten den diesbezüglichen Erfolg mit “gut”. Das Kennenlernen einer anderen Kultur schätzten 68 Prozent der Teilnehmer als “sehr gut” ein, 29 Prozent entschieden sich für “gut”. Die gewonnenen Selbstständigkeit, der Zuwachs an Lebenserfahrung und der Betrag zur Völkerverständigung waren weitere Punkte, welche die Befragten positiv beurteilten.

Ein Vergleich der Arbeitslosenquote

Das Erasmus-Programm ist das weltweit größte Förderprogramm. Initiator ist die Europäische Union. Bereits in den ersten 15 Jahren nach der Verabschiedung des Programms durch den Rat der Europäischen Union (1987 bis 2003) erhielten etwa 1 Millionen Studenten und Studentinnen Stipendien über das Erasmus-Programm. In einer Umfrage untersuchten Experten, ob sich durch die Teilnahme am Erasmus-Programm die Arbeitslosenquote reduziert. 5 Jahre nach Abschluss des Programm war die Arbeitslosenquote unter den Teilnehmern im Vergleich zu anderen Studenten um 23 Prozent niedriger. Offen bleibt bei dieser Statistik jedoch die Frage, aus welchen Gründen die Arbeitslosigkeit niedriger ist: Honorieren Arbeitgeber den Auslandsaufenthalt, hat sich die Persönlichkeit der Teilnehmer verändert oder nehmen bevorzugt besonders talentierte Menschen am Erasmus-Programm teil?

Auslandsaufenthalt: Förderlich für die Karriere

Die positiven Ergebnisse des Erasmus-Programms lassen sich wie folgt bewerten: Wichtig ist, dass der Auslandsaufenthalt bezogen auf das angestrebte Berufsziel förderlich ist. International agierende Konzerne profitieren von Mitarbeitern, die Auslandserfahrung besitzen. Zum einen weisen die Berufseinsteiger praktische Erfahrungen in einer Fremdsprache auf, zum anderen haben sie eine neue Kultur kennen gelernt und interkulturelle Kompetenz aufgebaut. Im Idealfall unterhält der neue Arbeitgeber Geschäftsbeziehungen mit dem Land, in welchem der Auslandsaufenthalt stattgefunden hat. Für Studenten der Wirtschaftswissenschaften, der Mathematik oder des Ingenieurwesens kann ein Auslandsaufenthalt die berufliche Karriere fördern. Angehende Juristen profitieren in einem geringeren Maße von Auslandssemestern, da sie sich später vorrangig dem deutschen Recht widmen werden.

Fazit: Auslandsaufenthalte sind bei jungen Menschen sehr beliebt und können zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen. Wichtig ist, dass du Freude am Aufenthalt hast, nur so kannst du von den Erfahrungen maximal profitieren. Ob die Auslandserfahrungen deine beruflichen Chancen verbessern, hängt vom angestrebten Beruf und dem gewählten Zielland ab.

Quellen (Umfragen + Statistiken):

 

Foto: © Daniel Ernst, AdobeStock

 

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MACHERMAGAZIN Nr. 5 – Sommer 2019

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