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Blind sein ist kein Hindernis – Wie Blinde in Deutschland studieren können

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Die Teilhabe an der Gesellschaft ist eines der wichtigsten Merkmale des Menschen als soziales Wesen. Menschen mit Beeinträchtigungen sowie einstellungs- und umweltbedingten Barrieren ist eine solche Teilhabe oftmals nicht möglich. Erst seit wenigen Jahren regelt die UN-Behindertenrechtskonvention die Menschenrechte aller Personen, die durch Behinderungen oder chronische sowie psychische Erkrankungen vor Hindernisse gestellt werden. Ein großer Aspekt der UN-BRK stellt die Teilhabe an der Bildung dar. Am Beispiel blinder Studieninteressierten geben wir dir einen Überblick über die aktuelle Lage an deutschen Universitäten.

Wie studieren Blinde an deutschen Universitäten?

Die erste Hürde ist ohne Frage der Studieninteressierte selbst. Zuweilen kann es vorkommen, dass die Bildung trotz vorhandener Möglichkeiten bereits im Vorfeld nicht ausreicht, um sich für ein Studium anzumelden. Dann gibt es Fälle, dass manche Jugendliche trotz Blindheit nicht mit gängigen Hilfsmitteln wie Brailleschrift oder digitalen Screenreadern erfahren sind. Und dann stellt sich oftmals die Frage: Kann ich überhaupt als blinde Person studieren?

Wenn du blind oder sehbehindert bist, dann sei unbesorgt. Zahlreiche Universitäten bieten auf unterschiedlichste Weise Unterstützung beim Studium an. An erster Stelle steht aber der Student. Ein Studium ist kein Kinderspiel, das ist es nicht für Menschen ohne Behinderung und mit erst recht nicht. Sehr viel Eigeninitiative ist gefragt, um aufkommende Barrieren einzureißen und den Abschluss zu erlangen, den du dir wünschst.

Digitalisierung als Schlüssel zur Teilhabe blinder Studenten

Und doch gibt es Barrieren, die du nicht ohne fremde Hilfe einreißen kannst. Es fängt bereits bei der Studienwahl an. Welches Fach du belegen willst, ist eine Sache, was das richtige ist – auch wegen der Behinderung – eine andere. Jede Universität in Deutschland besitzt einen oder mehrere Beauftragte für Studierende mit Behinderung. Diese Person berät dich bei deinen fachlichen und rechtlichen Möglichkeiten. Auch die allgemeine Studienberatung sollte dir für den Fall der Fälle die richtigen Kontaktpersonen, beispielsweise beim Diversity Management oder anderen, ähnlichen Einrichtungen, nennen können.

Dem technologischen und digitalen Fortschritt sei dank gibt es mittlerweile für Blinde viele Möglichkeiten am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. An vielen Universitäten haben sich zusätzlich Einrichtungen seit den frühen 90er Jahren gebildet, die mithilfe moderner Technik Lösungen zur Barrierefreiheit entwickeln. Drei Beispiele wären der Service für Blinde und Sehbehinderte (SfBS) in Dortmund, die AG Studium für Blinde und Sehbehinderte (AG SBS) an der TU Dresden oder das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) in Karlsruhe. Hier werden beispielsweise barrierefreie Materialien studienbegleitend aus den Fach- oder Lehrmaterialien deiner Dozenten erarbeitet. Mut und Selbstbewusstsein sind der erste Schritt, doch mit der richtigen Wahl der Universität kannst du auf die Unterstützung fachkundiger Mitarbeiter der Universität zählen.

Foto: Foto: © elypse, AdobeStock

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