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Schulen besser mit MINT-Initiativen vernetzen

MÜNSTER  Für eine stärkere Ausrichtung der Berufs- und Studienorientierung auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) wirbt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Beim MINT-Forum im IHK-Bildungszentrum in Münster forderte IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer heute (7. November) eine bessere Vernetzung der Schulen und Hochschulen mit den landes- und bundesweiten MINT-Initiativen.

Hintergrund der IHK-Forderung ist der Fachkräftemangel in den sogenannten MINT-Berufen. „Es fehlen rund 300.000 Arbeitskräfte in diesen Bereichen“, verwies Hüffer auf den aktuellen MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft. Deutschland insgesamt, gerade aber auch die IHK-Region verdanke jedoch ihren wirtschaftlichen Wohlstand maßgeblich der technologischen Innovationskraft in den Unternehmen, betonte der IHK-Präsident. „Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, benötigen wir gut ausgebildete technische Fachkräfte auf allen Qualifikationsniveaus vom ausgebildeten Facharbeiter über Techniker und IT-Spezialisten bis hin zum Akademiker oder Industriemeister“, machte Hüffer deutlich und folgerte: „Wir müssen bei den Schülerinnen und Schülern mehr Begeisterung für die MINT-Fächer wecken.“ Dazu müssten die vorhandenen Angebote von Initiativen stärker genutzt werden, um MINT-Bildung für Schülerinnen und Schüler attraktiver zu gestalten.

Als beispielhaft lobte Hüffer dabei die Schulen, die sich jährlich an dem von der IHK organisierten Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ beteiligen. Dass es weitere Möglichkeiten gibt, machte er am Beispiel des Kardinal-von-Galen Gymnasiums aus Münster deutlich. Es hat mit einem Schüler-Team am bundesweiten Wettbewerb „Formel-1 in der Schule“ teilgenommen und den 8. Platz belegt. Bei dem Technologie-Wettbewerb entwickeln und fertigen Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 19 Jahren einen Miniatur-Rennwagen. „Ziel des Wettbewerbs ist es, die Faszination, die von den echten Formel 1-Rennen ausgeht, zu nutzen, um Begeisterung und Verständnis für Technik zu erzeugen“, verdeutlichte Hüffer die Intention.

Wie die Gemeinschaftsoffensive „Zukunft durch Innovation.NRW“ (zdi) genutzt werden kann, um das Interesse an MINT-Fächern zu steigern, skizzierte anschließend Magdalena Hein. In allen Städten und Kreisen des Landes gibt es zdi-Netzwerke, die interessierten Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich an der MINT-Förderung zu beteiligen. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der zdi-Netzwerke sind Schnittstellen für alle Fragen rund um MINT in einer Region. Gemeinsam mit den Partnern organisieren sie von Workshops über Feriencamps bis hin zu mehrmonatigen Projekten vielfältige, praxisnahe Angebote für junge Menschen. Darüber hinaus werden in speziellen Formaten auch Schülerinnen und Schüler an der Entwicklung von Maßnahmen beteiligt. Mittlerweile findet diese vorbildliche Initiative bundesweit Nachahmer.

Wie Unternehmen von einer Stärkung der MINT-Angebote in der Schule profitieren und welche Entwicklungen und Probleme auf Schulen und Unternehmen zukommen, diskutierten in einer Gesprächsrunde Klaus Koch von der Bezirksregierung Münster, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel sowie Industrieunternehmer und IHK-Vizepräsident Lars Baumgürtel (Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG in Gelsenkirchen). In der zweiten Gesprächsrunde ging es um die Frage: „MINT-Bildung fördern, aber wie?“. Dabei war mit Felix Röwekämper ein erfolgreiches MINT-Nachwuchstalent auf dem Podium. Er hatte 2018 als Auszubildender der RAG Anthrazit GmbH in Ibbenbüren den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen. Mit Isabel Testroet, Leiterin des Projekts Junge Uni Bocholt, sowie Roland Keßelmann, MINT-Koordinator am Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Hiltrup, tauschte Röwekämper Ideen aus, wie MINT-Angebote für Schüler interessanter gestaltet werden können.

In einer Ausstellung waren aktuelle MINT-Projekte der zdi-Zentren sowie Praxisbeispiele junger Talente aus der Region zu sehen.

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MACHERMAGAZIN Nr. 7 – Winter 2019

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