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Der Liquiditätsplan als wichtiger Indikator für die Zahlungsfähigkeit

Du planst den Start eines eigenen Unternehmens und benötigst hierfür einen Businessplan? Oder du möchtest bei deinem bereits existenten Unternehmen die Finanzplanung des kommenden Jahres gestalten? In beiden Fällen ist der Liquiditätsplan ein wichtiger Bestandteil. Er leistet entscheidende Hinweise zur Zahlungsfähigkeit. Wir stellen die die Inhalte und die Aufgaben des Liquiditätsplans vor.

Warum benötige ich einen Liquiditätsplan?

Im unternehmerischen Alltag ist es wichtig, zur richtigen Zeit ausreichend finanzielle Mittel zu besitzen. Wer zahlungsfähig ist, kann seinen Verbindlichkeiten sofort beziehungsweise in absehbarer Zeit nachkommen. Eine Fehleinschätzung der zukünftigen Finanzlage kann zu folgenden Risiken führen:

  • Rechnungen können nicht pünktlich beglichen werden
  • erforderliche Investitionen sind nicht möglich
  • Mitarbeiter erhalten keinen Lohn
  • Betriebsmittel stehen nicht zur Verfügung
  • Rohstoffe sind nicht vorhanden
  • Lieferschwierigkeiten und Produktionsschwierigkeiten resultieren
  • Kreditwürdigkeit besteht nicht

Der Liquiditätsplan als Bestandteil des Businessplans

Der Businessplan vermittelt einen umfangreichen Eindruck von der geplanten Geschäftstätigkeit. Er enthält unter anderem die Beschreibung des Vorhabens, die Marktanalyse, die Beurteilung der Konkurrenzsituation und die Finanzplanung. Es ist üblich, den Liquiditätsplan vor der Unternehmensgründung für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren aufzustellen. Ein mögliches Schema zur Erstellung des Liquiditätsplans lautet:

Monat 1:

Liquiditätsüberschuss des vorherigen Monats
+ Zugang an liquiden Mitteln
– Abgang an liquiden Mitteln
______________________________
= Liquiditätsüberschuss/Liquiditätsdefizit

Was sind liquide Mittel?

Zu den liquiden Mitteln gehören unter anderem Kassenbestände und Bankguthaben. Das Unternehmen kann dieses Vermögen zeitnah beziehungsweise unmittelbar einsetzen. Schecks gehören ebenfalls in die Gruppe der liquiden Mittel. Vermögen, welches fest gebunden ist, beispielsweise in Form vergebener Kredite oder Immobilien, ist kein liquides Mittel. Das Unternehmen kann zwar durch den Verkauf oder die Einforderung Geld erlangen, hierfür ist jedoch Zeit erforderlich. Im täglichen Unternehmensgeschäft ist es wichtig, dass ausreichend finanzielle Mittel zur Bewältigung der Aufgaben vorhanden sind.

Kredite zur Unternehmensfinanzierung

Kreditinstitute fordern vor der Vergabe von Krediten einen Liquiditätsplan der nächsten 12 oder 36 Monate an. Dadurch soll analysiert werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit Zahlungsschwierigkeiten entstehen. Ein gut aufgestellter und aussagekräftiger Liquiditätsplan vermittelt einen professionellen Eindruck und offenbart positive wie negative Aspekte. Er kann auch dem Schutz des Unternehmens dienen, um gegebenenfalls die eigene Planung zu überdenken und die Liquidität zu erhöhen.

Welche Bedeutung haben Liquiditätsüberschuss und Liquiditätsdefizit?

Im Falle eines Liquiditätsdefizits kann das Unternehmen einen oder mehrere Posten nicht begleichen, Geld ist nicht ausreichend vorhanden. Besteht ein Liquiditätsüberschuss, dann ist das Unternehmen auch auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet und hat im Bedarfsfall schnell finanzielle Mittel zur Hand.

Fazit: Die Kenntnis der eigenen Zahlungsfähigkeit ist für das Unternehmen selbst und Geschäftspartner sowie Banken wichtig.

 

Foto: © Gorodenkoff, AdobeStock

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