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Konkurrenz belebt das Geschäft: das Paradoxon der Masse

Es stimmt: Konkurrenz belebt das Geschäft

Wenn Du planst, ein Café oder eine Boutique zu eröffnen bzw. dich in einer Gegend nieder zu lassen, in der sich schon drei Fahrradläden befinden: Tu es ruhig, denn eine Übersättigung scheint so schnell nicht einzutreten. Es gilt eben doch, dass eine Ballung die Kunden anzieht.

Jede Stadt hat ihre “typischen” Winkel. Wer in Hamburg schick einkaufen gehen will, begibt sich zum Beispiel an den Jungernstieg, um den herum bis weit über den Gänsemarkt hinaus sich ein teurer Einzelhandelsladen an den anderen reiht. Dieses “Paradoxon der Masse” lässt sich auf jede andere Stadt und jede Art von Angebot ausweiten. Bis die Kunden oder Gäste genug haben. muss wirklich viel passieren bzw. ziehen Ecken mit einer klaren “Ansage” genau die richtigen Kunden an. Für Berlin ist zum Beispiel gerade ein Phänomen zu beobachten, das vor fünf Jahren dort noch keiner für möglich gehalten hätte: Eine ehemals düstere, nicht ganz ungefährliche Ecke, Neukölln, wird durch das pilzartige Erscheinen von Inhaber geführten Designläden, Dekoläden und netten Tapas-Bars zum ganztägig besuchbaren “Place to be”, der so gar nichts Düsteres mehr an sich hat. Junge Leute aus der ganzen Welt lieben dieses Kreuzkölln!

Was Du beachten solltest, bevor Du Dich irgend wo einmietest

Aus diesen einführenden Worten ergibt sich schon eine klare Ansage an Alle, die einen realen Laden mieten wollen: Schaut Euch vorher ausführlich in der von Euch anvisierten Gegend um. Ein Blick in die Historie eines Stadtteils oder ein wenig Recherche über den “Kiez” lohnt sich allemal, denn manche Gegenden sind wie Eintagsfliegen. kurz furchtbar in, dann wieder vergessen. Lass Dich also nicht nur vom Gefühl leiten, sondern schau, welche Art von Menschen Du siehst. Ist die Gegend touristisch? Dann kannst Du mit einer neuen oder einer weiteren Variation der vorhandenen Idee Glück haben. Eine reine Wohngegend dagegen eignet sich nur dann als Standort für einen Blumenladen, Dekoladen oder Second Hand Kleidershop, wenn die Bevölkerung vor Ort auch deinem Angebot entspricht. Drastisch ausgedrückt ist eine reine Rentnergegend nicht ideal, um für die Kleinen Fahrräder oder Gummstiefel aus zweiter Hand anzubieten, selbst bei niedriger Ladenmiete.

Es muss passen!

Auch solltest Du, gerade wenn Du in Richtung Gastronomie denkst, ein paar vor Ort agierende “Kollegen” befragen, wie sich die Nachbarschaft so verhält. Selbst in Berlin, dem ach so liberalen, haben schon genervte Nachbarn einen Club zum Absturz gebracht, der Musik nach 22 Uhr bot. Eine “Clublage” musst Du also genau wie ein “Paradies der Boutiquen” genau vorher eruieren. Aber Einer passt immer noch in die Club- oder Boutiquenlandschaft!

Foto: © Franz Pfluegl, AdobeStock

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MACHERMAGAZIN Nr. 4 – Frühjahr 2019

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