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Gründung mit Franchise-System: Erfolgsgarant oder Kapitalfresser?

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Beim Franchise-System kannst Du im besten Fall das Beste aus zwei Welten vereinigen: Du kannst als selbständiger Unternehmer tätig sein und Dich innerhalb einer Branche verwirklichen. Musst aber nicht das Rad ganz neu erfinden, sondern hast mit dem Franchisegeber – also dem “Vermieter” einer Idee und Lieferant vieler Produkte einen sehr starken Partner. Du beginnst deshalb auf der Lernkurve nicht ganz unten, sondern kannst richtig durchstarten. Denn in der Schulung für die angehenden Unternehmer werden viele Fragen vorab geklärt ohne dass sie im “Echtbetrieb” Geld verschlingen würden.

Burger & Co.: Die Selbständigkeit beim Marktführer ist schon fast ein Erfolgsgarant

Die Idee des Franchising wird sehr deutlich, wenn Du Deine Betrachtung und Analyse mit einem der Erfinder des Franchisings beginnst, dem bekannten weltweit tätigen Burger-Bräter. Der Vorteil dabei: Im Gegensatz zu einigen Familienunternehmen, die als Franchise-Geber auftreten, ist dieser börsennotiert. Damit müssen alle wesentlichen Kennzahlen regelmäßig veröffentlicht werden. Beim besagten Fast-Food-Riesen kannst Du mehrfache Win-Win-Situationen beobachten:

  • Die Umsätze und die an die Aktionäre ausgezahlten Gewinne steigen
  • Der Firmenwert steigt
  • Die Zahl der von Franchisenehmern betriebenen Restaurants steigt
  • Das Unternehmen ist so groß und so bedeutend, dass jede Innovation (und auch jede Fehlentscheidung) umgehend in der Wirtschaftspresse einen Widerhall finden

Dieser weltweite Trend würde Dir zeigen: Die Geschäftsidee an sich funktioniert und könnte eine stabile Säule sein. Wenn Du den zeitlichen Ablauf des Kundenstroms analysierst, dann würde Dir auffallen: Im Gegensatz zu anderen Restaurant-Franchisesystemen kannst Du mit diesem Angebot von der “Frühstückszeit” über Mittag und Kaffeespezialitäten bis zu Abendsnacks Dein Restaurant für den Löwenanteil des Tages nutzen.

Mit diesem Beispiel eines Erfolgsgaranten könntest Du eine Suche nach einem Franchise-System für Deine Branche beginnen. Im Internet wirst Du auf viele Seiten treffen, die das Geschäftsmodell des jeweiligen Franchisegebers beschreiben.

In der Analyse könntest Du daraus die folgenden, eigenen Kriterien ableiten, die einen soliden Rahmen für die Selbständigkeit darstellen:

  • Wie bekannt ist die Marke?
  • Kommen die Kunden freiwillig und häufig zu Dir oder zu Deinem Geschäftsmodell oder frisst die Neukundenakquise einen Großteil der Zeit? So wird es ein gut gehendes

Als Restaurant, Autoreparatur- oder Reifenkette wirst Du es wesentlich einfacher haben, als ein Versicherungsvertriebs-Franchise. Denn Beratung wird nur alle paar Monate oder Jahre benötigt. Wie hoch ist also der Prozentsatz noch nicht gewinnbringender Akquisezeit im Vergleich zur Umsatz erzielenden Leistungserbringung. Diesen Prozentwert solltest Du realistisch einschätzen und in Deinen Business-Plan übernehmen.

  • Gibt es einen Gebietsschutz? In den letzten Jahren berichteten insbesondere die “Dritten Programme” des öffentlich-rechtlichen Fernsehens kritisch über ein Bäckerei-Franchise-System, bei dem mangelnder Gebietsschutz die Erfolgschancen sukzessive verschlechterte. Weil sich der Strom begeisterter Kunden auf immer mehr Unternehmen verteilte?
  • Welchen Anteil der Wertschöpfung bzw. des Umsatzes machen die Eigenmarken aus? Ein Franchise macht umso mehr Sinn, je einzigartiger die angebotenen Produkte sind. So tun sich oftmals diejenigen Franchisenehmer schwer, die austauschbare Produkte haben.
  • Im Regelfall sind aber Franchise-Systeme für beide Seiten sehr profitabel, weil Du als frisch gebackener Unternehmer das gleiche Erfolgsziel verfolgst wie der Systemgeber.

Franchise-System als Kapitalfresser: Das Beispiel belegter Baguettes aus Frankreich und Deutschland

Die “Die Welt” berichtete vor etwa sieben Jahren kritisch über ein Restaurant-Franchise, welches exemplarisch sehr gut als Gegenpol zum erfolgreichen Burger-System dienen kann. Der Artikel kann etwas verändert auch in die heutige Zeit übertragen werden:

Neben tragfähigen Zahlen und Fakten eines Business-Plans solltest Du Dich als Unternehmer voll und ganz mit den Produkten und der Franchise-Idee identifizieren können. Wenn Dir der Franchise-Vertrag zu lange oder zu unvorteilhaft vorkommen sollte, dann gilt eher: Lieber zweimal überlegen.

Denn viele Kosten wie die anfängliche Lizenzgebühr, die für die ersten Monate bei Dir anfallende Arbeitskraft, Löhne und Sozialabgaben sind auch dann “versunkene Kosten”, wenn Du Dich für eine andere, neue Selbständigkeit entscheiden würdest.

Die Hauptherausforderung bei manchem Restaurant Franchise (oder auch Einzelhandel) scheint – von außen betrachtet – in folgenden Bereichen zu sein:

  • Ein hohes, fünfstelliges Anfangsinvestment in Verbindung mit einer 8%-igen Franchisegebühr auf den Umsatz scheint vergleichsweise hoch zu sein.
  • Die Auswahl des Standorts ist essenziell für den Erfolg. Das Franchise-Unternehmen kann dann zum Kapitalfresser werden, wenn der Passanten- oder Kundenstrom nur wenige Stunden während der Öffnungszeiten so groß ist, dass ein guter Kundendurchsatz ermöglicht wird.

Foto: © Richard_Villalon, AdobeStock

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MACHERMAGAZIN Nr. 3 – Herbst 2018

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